Kommunikationsprodukte für eine nachhaltige Mobilität

Mobilität neu ins Gespräch bringen: Kommunikationsprodukte zur Verkehrswende

Kategorie
Digitales Storytelling

Wie lässt sich über die Verkehrswende sprechen, ohne dass Menschen sofort abschalten? Und wie können komplexe Informationen zu Mobilität, Verkehr und Klimaschutz so aufbereitet werden, dass sie verständlich, alltagsnah und anschlussfähig werden?

Mit diesen Fragen haben wir uns gemeinsam mit dem Öko-Institut im Projekt „Kommunikation für eine nachhaltige Mobilität“ beschäftigt, das wir im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) umgesetzt haben. Denn wissenschaftsbasierte Informationen sind wichtig – bleiben aber oft abstrakt oder erreichen Menschen nicht. Wie wir uns im Alltag fortbewegen, hängt zudem von vielen Faktoren ab: von Gewohnheiten, Kosten, Komfort und Arbeitswegen ebenso wie von der Verfügbarkeit von Parkplätzen, ÖPNV, Fahrrad, Carsharing oder E-Bike.

Gemeinsam mit dem Öko-Institut haben wir deshalb einen partizipativen Entwicklungsprozess mit Change Agents aus Wissenschaft, Kommunikation und Praxis gestaltet. Daraus sind drei Kommunikationsformate entstanden: Mobilitätsbingo, Mobilitätsclips und Mobilitätsquartett.

Das Mobilitätsbingo greift typische Alltagsmythen und Einwände auf – etwa zu Jobticket, Dienstrad, ÖPNV oder Parkraum – und stellt ihnen kurze, verständliche Faktenchecks gegenüber.

Die Mobilitätsclips „Auto-Confessions“ erzählen vom eigenen Auto wie von einer Beziehung, die man einmal ohne rosarote Brille betrachten kann. Mit Humor und klaren Fakten geht es um Kosten, Sprit, Parkplatzsuche und Werkstatttermine – und um die Frage, wann Bus, Bahn, Fahrrad, E-Bike oder Carsharing eine passende Alternative sein können.

Das Mobilitätsquartett macht Fakten zur Verkehrswende spielerisch greifbar. Karten zu beruflicher Mobilität, Steuern und Abgaben sowie ÖPNV und Infrastruktur werden nach Kategorien wie Kosteneffizienz, Klimanutzen, Stressfreiheit, Komfort, Flexibilität und Zukunftsfaktor bewertet. Die Sternebewertungen sind dabei kein endgültiges Urteil, sondern ein Gesprächsanlass.

Alle drei Formate übersetzen Fakten in niedrigschwellige, visuelle und erzählerische Zugänge. Sie sollen Kommunen, Organisationen und Multiplikator*innen dabei unterstützen, Mobilitätsthemen in ihre Netzwerke zu tragen, Diskussionen anzustoßen und neue Perspektiven auf alltägliche Mobilität zu eröffnen.

Oktober 2026

Bild: KI-generiert / gemeinfrei

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